Verfasst von: termarjan | Juli 24, 2009

La Vuelta!

Dann gings wirklich los, es kam Packen und das AFS Camp. Das ich schlimm fand. Das einzig Gute daran war die anderen Austauschschüler wiederzusehen und die Abschlussparty mit ihnen am letzten Abend. Aber die Aktivitäten und Gesprächsrunden hätten wir uns sparen können oder halt deutlich besser gestalten können. :) Die Kleingruppen wurden nach Ländern aufgeteilt, was echt suboptimal war, da ich schon von allen Deutschen (per schülervz) genaustens informiert war, wie ihr Jahr verlaufen war und außerdem wurde viel zu viel deutsch geredet. Was ja am Anfang erstmal schön war, aber naja.

Als ich dann drei Tage später am Flughafen saß mit einer Freundin und meiner Gastfamilie, konnte ich es überhaupt nicht glauben, dass der Moment angeblich wirklich gekommen war. Vorher sieht ein Jahr so lang aus und man denkt dass es doch im Leben nicht rumgehen wird und vorallem nicht so schnell. Und dann fuhr ich schon (als eine der allerletzten) eine große Rolltreppe hoch, winkte meiner Gastfamilie zu und ging ganz alleine durch das Gate.

Es gab Verspätung, wir haben gewartet, ein bisschen gefeiert, noch ein argentinisches Fernsehsternchen getroffen und den Flug über hab ich eigentlich nur geschlafen.

Als wir in Deutschland aus dem Flugzeug ausgestiegen sind, habe ich mich ganz komisch gefühlt und die ersten paar Leute, die mich auf deutsch angesprochen haben, hab ich glaub ich ganz verstört angeguckt. Als dann neben dem Gepäckband ein Mülleimer stand, bei dem man seinen Müll in vier Kategorien einordnen konnte, wusste ich, dass ich zumindest nicht mehr in Argentinien war.

Alle wollten wohl so schnell wie möglich zu ihren Familien (ein paar gab es allerdings auch, die wenn sie gekonnt hätten, sofort den nächsten Flieger zurück genommen hätten) und so hab ich mich von fast niemandem verabschiedet. Die Sicherheitsfrau meinte noch zu mir, ich solle schon durchgehen, damit Teresa nicht nochmal schreien würde und dann ging alles ziemlich schnell und es war ziemlich überwältigend für mich. Es war wunderschön, alle wieder in die Arme zu schließen.

Ich glaub ich war ziemlich durch den Wind, zu Hause wollte ich erstmal duschen, dann etwas runterkommen und das einzige, wovon ich bisher wusste war, dass Sonntag Oma vorbeikommen würde.

Aber falsch gedacht… ;) die erste Überraschung kam, als wir von der Autbahn abfuhren (mit ungefähr 5 km/h) und dort ein riesiges Willkommen-zurück-Schild von meiner Volleyballmannschaft gemalt hing. Ich hab mich echt total gefreut. Dann hat vor unserm Haus noch meine Familie mit noch einem großen Transparent gewartet, das war echt ein emotionaler Moment für mich. Ich konnte es noch gar nicht glauben, dass ich jetzt wirklich wieder da war. Natürlich dachte ich das wäre die ganze Überraschung gewesen und hab mich total gefreut.

Als dann alle darauf gewartet haben, dass ich zuerst ins Haus reingehe, bin ich misstrauisch geworden. ;) Drinnen konnte ich sofort sehen, dass alle meine Freunde im Garten standen und Robins Band hat angefangen zu spielen :D :D . Das war einfach die beste Überraschung die ihr mir hättet machen können, ich fand den Abend toll! Danke! :)
Jana Ankunft 039


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